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SITZFUNKTIONEN

Seitenwangenverstellung

Wie bereits im Abschnitt Insassenfixierung angesprochen, besteht der Konflikt, den Sitz für alle Fahrergrößen und –typen auszulegen. Die Grundidee ist, dass man den Sitz für den größten und breitesten Insassen (dem 95%-Mann) auslegt und durch Verstellmechanismen an die anderen Insassen anpasst. Dadurch gerät die Seitenwangenverstellung zunehmend in den Vordergrund. Die Bewegung der Wangen stellt jedoch wieder neue Anforderungen an den Schaum, Bezug, Antrieb und Struktur.

Auch hier bedient man sich zweier Konzepte:

  • Mechanische Verstellung

  • Elektro-pneumatische Verstellung

Mechanische Verstellung

Als 2-Wege-Verstellung ist dieses Konzept bereits realisiert. Über ein Gelenk werden die Wangen nach innen und außen gekippt. Erhebliche Probleme tauchen aber bei der 4-Wege-Verstellung auf, da vom übrigen Sitz völlig losgelöste Wangen erforderlich sind. Zugleich muss auf Geräuschbildung, ruhige Bewegung, Stauchfreiheit, Spaltbildung und Komfort geachtet werden.


Elektro-pneumatische Verstellung

Dieses Konzept wird am häufigsten verbaut. Der Luftsack hat die Form eines Faltenbalks, der sich bei der Entfaltung an einem festen Keil abstützt. Dieses System kommt mit einem niedrigeren Platzangebot aus. Hierbei ist ein großes Problem, dass die Dehnbarkeit der Wangenpolstereinheit überstrapaziert wird. Lösungsansätze sind Fließ- oder Dehnbereiche an den betroffenen Stellen. Ein weiteres Problem stellt der Komfort dar, der durch das starke Aufblasen eingeschränkt wird. Die Wangen fühlen sich hart an und beim Insassen macht sich ein Gefühl der Eingeklemmtheit breit.

Seitenwangenverstellung: Profil


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