KOMFORT
Klimakomfort
Damit der Mensch sich wohl fühlt, muss seine Körperkerntemperatur stehts um 37°C und die Hauttemperatur im Bereich von 32 bis 36°C konstant gehalten werden; die Wärmeabgabe muss also gleich der Wärmeproduktion sein.
Bei unzureichender Wärmezufuhr setzt ein körpereigener Regelmechanismus stufenweise ein. Die Hauttemperatur steigt an und die Durchblutung der Peripherie wird verstärkt. Eine zusätzliche Wärmeabfuhr kann nur noch durch durch eine Zunahme der Schweißverdunstung erfolgen.
Wird nun das Schweißwasser an einer Verdunstung von der Hautoberfläche gehindert (z.B durch Abdeckfolie zwischen Bezugsstoff und Schaumkissen bei hinterschäumten Polstern = Wasserdampfsperrschicht), so steigt die Wasserdampfkonzentration im Mikroklima innerhalb der Kleidung an. Dies kann dazu führen, dass sich die betreffende Person "schweißgebadet" fühlt. Der Sitzkomfort ist dadurch erheblich beeinträchtigt und die zum Führen eines Kraftfahrzeuges nötige Konzentration geht verloren.
Da ein Fahrzeugsitz der rückwärtigen Körperform des sitzenden Menschen angepasst sein sollte, kann man ihn als einen Bestandteil der Kleidung betrachten. Daher ist der bekleidungspsychologisch optimalen Konstruktion von Sitzpolster und Bezugsstoff große Bedeutung beizumessen.
Ein hinsichtlich des Klimas günstiger Fahrzeugsitz behindert die Wärmeabfuhr und Schweißverdampfung vom Körper des Insassen in nicht zu hohem Maße; Polstermaterial und Bezugsstoff sollten einen möglichst geringen Wärme- und Feuchtedurchgangswiderstand aufweisen.