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BEZUG

Hinterschäumen

Als Alternative zum konventionellen Beziehen der Sitze steht seit einigen Jahren auch die Technik des Hinterschäumens zur Verfügung. Das Verfahren beginnt an der Stelle, an der die konventionelle Polstertechnik aufhört, d.h. starke konkave Polsterformen mit exotischen Designelementen und großen Sprüngen. Zudem führte der Wunsch des "Null- Fehler- Prinzips" zu Überlegungen, auch den Polsterprozess zu automatisieren.

Der Bezug erfordert für dieses Verfahren einen besonderen Aufbau:

  • Bezugsobermaterial (Stoff, Leder oder Kunstleder)

  • Polyester- Kaschierschaum von 1-4 mm Dicke,

  • PU- Folie (Polyether oder Polyester) von 40-60 μm

  • PU- Formschaum

Neben der im üblichen Formschaum- Verfahren notwendigen Werkzeuge und Hilfsmittel sind in der Oberfläche der Schäumform sehr kleine Bohrungen in der Größenordnung von 0,2-1,2 mm Durchmesser verteilt. Diese sind an eine Vakuumpumpe angeschlossen. Zudem benötigt man einen Spannrahmen, der den Bezug beim Vakuumspannen in Position hält und ein Nachfließen des Bezugsmaterials ermöglicht. Bei Leder und Kunstleder wird zur Steigerung der Dehnfähigkeit vor dem Vakuumspannen mit ca. 70°C bis 90°C zusätzlich beheizt.

Das Verfahren wird vorwiegend in den USA eingesetzt. In Europa findet man es nur in den Low- Cost- Modellen wieder. Der entscheidende Nachteil liegt in der Sperrschicht (PU- Folie 40-80 μm). Selbst nachträgliche Lochverfahren schaffen es nicht, einen brauchbaren klimatechnischen Komfort zu gewährleisten.

Hinterschäumen: Profil


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