KOMFORT
Ergänzende Schwingungs- und Dämpfungssysteme
Wichtig für die optimale Dämpfung ist das Prinzip meat to metal. Darunter ist der Abstand des Insassenkörpers zur harten Struktur des Sitzes zu verstehen. Für die Lehne sollte ein Abstand von mindestens 35 mm eingehalten werden. Für das Sitzkissen sind mindestens 45 mm angesetzt.
Wenn genügend Bauraum zur Verfügung steht, kann über eine ausreichende Schaumdicke der erforderliche Dämpfungswert erreicht werden. Gerade im Gesäßbereich muss jedoch auf ausreichend Schaum geachtet werden, da an dieser Stelle durch die Sitzbeinhöcker der größte Teil der Kräfte übertragen wird. Des Weiteren sollte zu jedem Strukturbauteil mind. 35 mm Abstand gewährleistet sein, unter dem Gesäß im Idealfall 100 mm, um eine ungestörte Dämpfung zu garantieren.
Steht jedoch nicht genügend Bauraum zur Verfügung, oder stellt das Fahrzeug besondere Anforderungen an den Sitz, wie im Falle der Geländewagen oder LKWs, ist der Schaum alleine nicht mehr in der Lage die Schwingungen komplett aufzunehmen. An dieser Stelle werden Schwingsysteme benötigt, die anhand von Federn realisiert werden.
Einfache Unterfederung
Zur Unterfederung werden Nosakfedern oder Pirellimatten direkt in der Sitzwanne verbaut. Die Pirellimatte besteht aus einem gummiähnlichen Netzmaterial und hat dadurch eine gute Dämpfungseigenschaft.
Lehnenunterfederung
Auf Grund des schmalen Aufbaus der Lehne wird immer eine Unterfederung eingebaut, in der Regel eine Drahtfedermatte. Je nach Anforderung variiert die Anzahl der Federn entlang der Längsprofile. Die Unterfederung entfällt nur für den Fall in dem eine Lordose verbaut wird. Da die Lordose an Drähten aufgehängt wird, übernimmt sie die Federung.Untersuchungen zufolge liegt eine Ursache für mangelnden Komfort in der starren Verbindung zwischen Lehne und Sitzkissen. Abhilfe soll eine vertikal bewegliche Rückenlehne bieten. Eine Vermeidung von Schmerzen im unteren Rückenbereich soll gewährleistet werden. Diese Innovation ist jedoch noch nicht serienreif.